FTSV Altenwerder v. 1918 e.V.

Rolf Schwartau

Rolf (Olli) Schwartau

An dieser Stelle möchten wir an unseren Rolf "Olli" Schwartau erinnern.

Unser Olli hat bisher als Einziger erreicht, einen Lizenzvertrag als Fußballerspieler
beim HSV zubekommen.

Geboren ist Olli am 04.06.1944 in Hamburg-Altenwerder.
Mit 26 Jahren heiratet Olli am 25.09.1970 seine Helga, geb. Pries.

Sein überdurchschnittliches Talent wurde sehr früh erkannt ,...

 

er spielte bereits mit 17 Jahren als Leistungsträger in unserer Liga. 

Neben anderen großen Fussballern wie Jürgen Dose, Manfred Zimmermann
und Gerd Meier spielte Olli in einem Team, das noch heute als wohl beste Mannschaft, die wir
je hatten, in Erinnerung geblieben ist.


Mit dieser Mannschaft errang Olli in der Saison 1961/62 die Meisterschaft und den
Aufstieg in die damals dritthöchste Liga - die Verbandsliga - in Hamburg.
Nach dem Abstieg 1963 - viele Leistungsträger hatten den Verein zu anderen Nachbarclubs
verlassen - wechselte Olli zu den HSV-Amateuren. Nach zwei Jahren Spielpraxis
bot man Olli dann 1965 einen Lizenzvertrag für 2 Jahre beim großen HSV an.
In dieser Zeit waren unter anderem Uwe Seeler, Charly Dörfel und Willi Schulz seine
Mitspieler. Die Bundesligakarriere wurde dann leider durch eine schwere Verletzung im Spiel
gegen den damaligen Meisters Werder Bremen auf Jahr begrenzt.


In der Presse stand seinerzeit, das Olli in diesem Spiel einer der Besten beim HSV war.
Nach dieser einjährigen Bundesligaerfahrung folgten von 1966 drei erfolgreiche Jahre
beim Regionalligisten SC Sperber, der damals von Walli Kuse trainiert wurde.
An der Seite von Horst Dehn, Ernst Piechowiak, Manfred Rabe und Peter Wulf
zählte Olli zu den besten und immer torgefährlichsten Spieler in dieser Liga.
1969 kehrte der verlorene Sohn zum Heimatverein FTSV Altenwerder zurück.
Durch die Amateurisierung wurde zunächst eine Spielsperre für ein halbes Jahr ausgehängt.
Unter Trainer Rindfleisch avancierte Olli schnell zum Spielertrainer und führte die
Elf in der Saison 1971/72 bis ins Endspiel des Astra-Pokales - heute Harburg-Pokal.
Das Spiel ging auf der Eichenhöhe gegen Buxtehude leider 1:0 verloren.
Neben dem großen Einsatz beim FTSV ist von 1970 bis 72 noch zusätzlich das Traineramt
bei Estebrücke übernommen worden.

Mit der Zwangsräumung Altenwerders und den damit verbundenen Umzug nach
Moisburg endete 1972 die sportliche Laufbahn beim FTSV.
Der Westerdeich, auf dem Olli wohnte, fiel der Zwangsräumung als erstes zum Opfer.
Heute befindet sich dort der Rangierbahnhof.
Nach dem Umzug und mit dem Eintritt in den SC Moisburg übernahm Olli im Februar 72 das
Training der Ligamannschaft. Die Elf stand zu dieser Zeit auf einen Abstiegsplatz.
Mit nur einer Trainingseinheit pro Woche aber einer langjährigen Erfahrung ist es doch noch
gelungen dem Abstieg zu entgehen.

In der darauffolgenden Saison hat die Elf dann mit Olli als Spielertrainer die Meisterschaft
gewonnen und ist in die Bezirksliga aufgestiegen.
Bis 1982 folgten 10 weitere Jahre als Spieler- und Jugendtrainer.
Für ein Jahr zog es Olli dann noch einmal zurück in die Bezirksliga-Süd des Hamburger Fußball-
verbandes und trainierte den Bostelbeker SV in der Saison 1982/83.

Unter dem Motto "40 Jahre Olli" stellten die Moisburger 2006 ein großes Fest auf die Beine, das dem
Jubilar erst am Tage der Feier mitgeteilt wurde und völlig überraschte.
Mit "40 Jahre Olli" ist die Zeit von 1966, in dem der Lizenzvertrag zum Profi beim HSV unterschrieben
wurde bis 2006. Wahrscheinlich wird es 2016 heißen "Ein halbes Jahrhundert Olli"

Heute lebt Olli noch immer in Moisburg, wo er am Liethberg 9 Tür an Tür mit Erwin Kohnen, unseren
Ehrenspielführer des FTSV Altenwerder aus den 60iger Jahren, in einem Doppelhaus wohnt.

 

Back to Top